5 Tipps für die Preisgestaltung im Secondhand-Shop
Die Preisgestaltung ist eine der grössten Herausforderungen im Secondhand-Geschäft. Anders als im regulären Handel gibt es keinen Katalogpreis — jeder Artikel ist ein Einzelstück. Hier sind fünf Tipps, die sich in der Praxis bewährt haben.
Erstens: Orientiere dich am Markt, nicht am Neupreis. Viele Shop-Betreiber machen den Fehler, den Neupreis als Basis zu nehmen und dann einen Prozentsatz abzuziehen. Besser: Schau, was vergleichbare Artikel auf Ricardo, Tutti oder in anderen Shops kosten. Der Marktpreis ist der einzige Preis, der zählt.
Zweitens: Runde grosszügig. CHF 47.50 wirkt wie ein Restposten. CHF 49.00 wirkt wie ein bewusst gesetzter Preis. Einfache, runde Preise signalisieren Professionalität und machen die Abrechnung einfacher.
Drittens: Plane Rabatte ein. Wenn du einen Artikel für CHF 39.00 einpreist, sollte er auch bei einer Reduktion auf CHF 29.00 noch profitabel sein. Kalkuliere von Anfang an mit einer möglichen Preissenkung — besonders bei saisonaler Ware.
Viertens: Nutze Kategorien als Preisanker. Bücher: CHF 3–8. Kleidung: CHF 10–40. Möbel: CHF 30–200. Wenn deine Kunden wissen, in welcher Preisspanne sie sich bewegen, kaufen sie schneller. Konsistenz schafft Vertrauen.
Fünftens: Überprüfe regelmässig. Ein Artikel, der seit drei Monaten im Regal steht, ist falsch bepreist. Setze dir eine Regel: Nach X Wochen wird reduziert. Ein digitales System kann dich automatisch daran erinnern — so verpasst du keinen Artikel mehr.